Diese Szene in der Hundeschule vergesse ich nie…
Ich würde dir gerne eine Geschichte erzählen, die mich sehr, sehr tief berührt hat.
Die ist schon Jahre her – und gerade wieder so intensiv da.
Ich war damals in einer dieser vielen Hundeschulen, die ich mir angeschaut habe.
Und da gab es eine Situation mit einem älteren Herrn und seinem Hund – ein Dackel.
Er war, ich würde schätzen, locker um die 70.
Gott, hoffentlich trete ich jetzt niemandem auf die Füße… wenn mein Papa das hört, kriegt er die Vollkrise.
Naja, darum soll es jetzt nicht gehen.
Auf jeden Fall war dieser Mann mit seinem Dackel dort und hat die ganze Zeit ganz liebevoll mit ihm gesprochen.
Und der Dackel hat ihn angeschaut und ihm zugehört.
Die beiden… das war einfach eine so wundervolle Verbindung.
Als ich das gesehen habe, hat mich das wirklich tief im Herzen berührt.
So schön, wie dieser Mann mit ihm gesprochen hat – und wie der Dackel ihn angeschaut hat.
Und dann ist etwas passiert…
Und dann wurde er plötzlich richtig zusammengefaltet.
Wirklich angefahren.
„Hör auf, den Hund totzuquatschen.
Hör auf, dem dein ganzes Leben zu erzählen.
Du musst dem sagen, was er zu tun hat.
Der versteht dein Gerede doch nicht.“
Und mir hat es das Herz zerrissen.
Ich sehe diesen Mann noch vor mir.
In diesem Moment ist da etwas in ihm zerbrochen.
Er stand da wie ein kleines Kind,
wie ein kleiner Junge, der von einer strengen Lehrerin zurechtgewiesen wird.
Er ist richtig in sich zusammengesackt,
hat den Kopf hängen lassen und nur noch gesagt:
„Okay… ja… was soll ich denn machen?“
Dieser Moment hat alles verändert
Und dann hat sie ihm gezeigt, wie er mit Härte mit diesem Hund umgehen soll.
Wie er ihn ranzieht, wie er ihn ins „Fuß“ zwingt…
Dieses ganze Ding von Druck.
Kontrolle.
Macht.
Und das war für mich ein Moment… der hat mich so tief erschüttert.
Wie kann man einem Menschen, der so in der Verbindung ist,
so im Herzen, so eine schöne Beziehung zu seinem Tier hat –
wie kann man das zerstören?
Für mich war in diesem Moment alles klar
Nie.
Wirklich nie im Leben will ich so mit Tieren arbeiten.
Ich will Beziehung.
Eine echte Beziehung.
Aus dem Herzen heraus.
Auf Vertrauen und Respekt aufgebaut.
Nicht auf Härte.
Nicht auf Druck.
Ich bin dort gegangen.
Ich konnte mir das keine Sekunde länger anschauen.
Was mir bis heute geblieben ist
Und bis heute denke ich immer wieder an diesen Mann.
Ich habe damals noch kurz mit ihm gesprochen und ihm gesagt,
wie wundervoll ich das finde, wie er mit seinem Hund ist.
Wie ich diese Verbindung wahrnehme.
Und dass ich mir so sehr wünsche,
dass er sich davon nicht beirren lässt.
Dass das, was da war, echt ist.
Und vielleicht ist genau das auch deine Wahrheit
Und genau da hat mein Weg begonnen.
Wirklich das zu leben, was ich fühle.
Bei mir zu bleiben.
Mich nicht rausbringen zu lassen
von diesem Wahnsinn, von diesem…
ich kann es nicht anders sagen… Bullshit.
Und genau das wünsche ich mir auch für dich.
Für dich und dein Tier.
Für diese echte Verbindung.