Ein stiller Raum: Weihnachten, Nervensystem & die Wahrheit, die Tiere fühlen

Es gibt Tage, an denen die Welt leiser wird.
Nicht, weil alles friedlich ist – sondern weil das Innere lauter wird.

Weihnachten ist für viele Menschen ein Fest der Freude.
Doch für viele Körper ist es eine Zeit, in der alte Geschichten wieder atmen.
Nicht bewusst, sondern tief in den Nervensystemen, in jenen Schichten,
die keine Worte haben, aber Spuren tragen.

Viele Frauen fragen sich, warum die Stimmung an den Feiertagen
so fragil ist, warum sie so erschöpft sind, obwohl sie doch glücklich sein müssten.
Doch Weihnachten ist kein Kalenderdatum – es ist ein Feld.
Ein Feld aus Erinnerungen, Erwartungen, Rollen, Mustern.

Ein Körper, der gelernt hat, sich anzupassen,
spürt die frühere Spannung, wenn dieselben Menschen
wieder in denselben Räumen zusammenkommen.
Ein Körper, der gelernt hat, Gefühle zu unterdrücken,
beginnt zu zittern, wenn ihm nach Nähe verlangt wird.
Ein Körper, der gelernt hat, Stille auszuhalten, um die Verbindung nicht zu verlieren,
geht automatisch in Alarm, wenn er wieder mit denselben Blicken konfrontiert wird.

Das Nervensystem erinnert, was der Kopf vergessen wollte.

Und während wir versuchen, Harmonie zu erschaffen,
lesen unsere Tiere längst, was darunter liegt.
Tiere fühlen keine Geschichten.
Sie fühlen Zustände.

Sie spüren Spannung, bevor wir sie bemerken.
Sie reagieren auf Nervensysteme, nicht auf Worte.
Sie gehen auf Distanz, wenn im Feld Druck entsteht.
Sie legen sich zu uns, wenn unser Körper in den Freeze rutscht.
Sie werden unruhig, wenn Gefühle fließen wollen, aber unterdrückt werden.

Nicht, weil sie uns „spiegeln“ wollen,
sondern weil ihre Regulation an unsere gekoppelt ist.

Viele Frauen denken an Weihnachten, sie müssten funktionieren,
müssten sich zusammenreißen, müssten dankbar sein,
müssten Frieden herstellen – koste es, was es wolle.

Doch „zusammenreißen“ ist kein Zeichen von Stärke.
Es ist ein Überlebensmuster.

Regulation entsteht nicht durch Disziplin,
sondern durch Sicherheit.
Durch das Erlauben von Wahrheit im Körper.
Durch Bezeugung.
Durch Nähe, die Raum gibt statt fordert.

Und vielleicht ist dieses Weihnachten nicht dafür da,
perfekt zu sein.
Vielleicht ruft es uns nicht in die Harmonie,
sondern in die Ehrlichkeit.

Vielleicht ist der erste Schritt in Frieden
nicht das Lächeln im Wohnzimmer,
sondern das Wahrnehmen des Zitterns im Bauch.

Vielleicht ist genau dort der Weg zurück zu dir.

Ich denke in diesen Tagen viel an die Tiere,
die ihre Menschen durch schwere Zeiten tragen,
und an die Menschen, deren Tiere nicht mehr im Körper sind.

Denn Weihnachten kann Trauer verstärken.
Weil Stille Erinnerungen lauter macht.
Weil Rituale ohne die Pfoten neben uns wehtun.

Liebe endet nicht, wenn ein Körper geht.
Sie verändert nur ihre Form.

Manche Frauen sagen mir,
sie spüren ihr Tier gerade an Weihnachten besonders nah.
Und ich glaube ihnen.

Weihnachten öffnet Tore zwischen den Welten.
Vielleicht nicht sichtbar –
aber fühlbar.

Wenn du in dieser Zeit Trost brauchst,
wenn du Antworten suchst,
wenn du Verbindung spürst,
die du nicht erklären kannst –
vertrau dem.

Unsere Tiere begleiten uns weiter,
weil Bindung nicht an Materie gebunden ist.

Ich möchte dir von Herzen danken.
Für dein Vertrauen.
Für deine Offenheit.
Für dein Lauschen –
und für dein Engagement, nicht wegzusehen.
Denn Heilung geschieht dort,
wo Wahrheit nicht mehr weggesperrt wird.

Und ich wünsche dir,
von meinem Herzen zu deinem,
ein Weihnachten, das nicht perfekt sein muss.
Ein Weihnachten, das echt sein darf.
Mit Raum für Atmen.
Für Tränen.
Für Stille.
Für Nähe, die sich nicht erzwingt.
Für Verbindung, die sich halten lässt,
nicht zusammenreißen muss.
Für das Wunder,
dass du und dein Tier ein gemeinsames Feld teilt.

Und wenn du dir wünschst,
für dich und dein Tier diesen Weg der Regulation,
der energetischen Verbindung und inneren Führung
nicht allein gehen zu müssen,

dann lade ich dich ein, dich zu melden.
Nicht aus Dringlichkeit, sondern aus Wahrheit.

Weihnachten ist ein Übergang.
Vielleicht beginnt für dich ein neues Jahr,
in dem dein Nervensystem zum ersten Mal erfährt,
wie sich Sicherheit anfühlt.

Ich wünsche dir Frieden im Körper,
Liebe im Herzen
und Weichheit im Blick.

Von Herz zu Herz,
Ellen

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Ein Weihnachtsgeschenk, das nicht geplant war

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Wenn dein Herz leise Ja sagt – warum Herzverbunden kein Kurs, sondern ein Erinnern ist